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Dienstag, 16. Juni 2015

Victoria - ein Film mit vier Substantiven in Trainingsanzügen. Teilweise mit Sprachfehler oder Minnie Mouse Haarreifen in der Frisur.

Es gibt Filme, bei denen bin ich mir nicht sicher, ob die anderen Zuschauer den selben Film sehen wie ich. „Victoria“ ist so ein Film. Dieser Film zieht Hollywood in seinen Bann und lässt das Publikum kichernd und johlend im Kinosessel versinken. Alle und jeder, der auch gar nichts davon weiß, sprechen über dieses Stück Berliner Nacht, gebannt auf einer SD-Karte.
Mit mir hat niemand über diesen Film gesprochen. Ich wurde angelockt von diversen himmelhochlobenden Kritiken und einem vielversprechenden Trailer.



Versprochen hatte ich mir von „Victoria“ eine mitreißende und auch spannende Geschichte aus einer Berliner Nacht, die trotzdem im Rahmen des real Möglichen geschieht. Dass die Hauptrollen nicht aus der privilegiertesten Schicht stammen, war bereits im Trailer klar. Doch hatte ich eher angetrunkene Durchschnittshipster erwartet, als an geistig völlig umnachtete, kriminelle „real Berliners“ in Trainingshosen gedacht.
Der Film wirkt zu Beginn sehr natürlich. Vielleicht ein wenig zu betont unschuldig und verschüchtert bestellt Victoria ihren letzten Wodka vor dem Aufeinandertreffen mit den vier Substantiven. Sonne, Fuß, Blinker und Boxer. Oh Mann. Die realistische Anmutung ist dahin. Die Namen klingen einfach nur doof und erwecken den Anschein, dass der Macher ein bisschen zu tief in die Hellersdorf-Kiste gegriffen hat. Was nach diesem ersten Kennenlernen zwischen der spanischen, ungekämmten, einsamen Hipster-Uschi und ihren nächtlichen Weggefährten passiert? Nichts. Keine Handlung. Nur ein Umherschwirren durch die Berliner Nacht. Für eine begrenzte Zeit ist das ja auch ganz schön. Dass man sich treiben lassen kann. Doch nicht ganz so schön ist dieses wild durcheinander geschriene Denglisch mit Kraftausdrücken als Anrede unter den vier Freunden. Ich denke häufiger „Auweia“; der Rest des Saals lacht. Vielleicht bin ich mit diesem Jargon einfach nicht genügend vertraut.
Auf jeden Fall kommt dann irgendwann ein Punkt, an dem sich wohl gedacht wurde: wir brauchen Action. Dann geht es los. Aber mit durchgetretenem Gaspedal. Der Film driftet so unglaubwürdig in eine mafiöse-Machenschaften-in-Berliner- Tiefgaragen Richtung ab, dass ich aussteige. Eine halbe Stunde vor Ende und knappen 60 Minuten unentwegtem Rumgebrülle und Geballere verlasse ich den Saal.

Ja, der Film hat durch die schnittlose und verwackelte Kameraführung etwas von einem Tatsachenbericht. Die Art des Films mutet sehr realistisch an. Doch der Inhalt ist verquer.
Ich kenne mich zu wenig im Berliner Gangstermilieu aus, um sagen zu können, ob sich solche Szenen in Berlin nachts abspielen. Das ganze Dilemma erinnert mich an poetischen Realismus. Als habe Fontane mit vier Assis und einer Dumpfbacke in Berlin einen Film über sich anbahnende Liebeleien drehen wollen und sei dann über eine Line Kokain gestolpert um am Ende völlig am Rad zu drehen.
Mich hat selbst Frederick Lau, den ich für einen begnadeten Schauspieler halte, nicht bis zum Ende durchhalten lassen.
Dieser Film ist bestimmt für diejenigen Intellektuellen sehenswert, welche eine gute Ausdauer und Sitzfleisch haben und sich gern sagen hören wollen, wie „direkt von der Straße“ diese Gespräche sind. Oder auch für diejenigen, welche sich selbst wiedererkennen.


Sonntag, 28. Dezember 2014

Ein Brief an Heidi Klum. Thema: Heidi Klums " Truly Fashion Shoes ". Anreiz meinerseits: Ekel.

Liebe Heidi Klum,
dass du in deiner Show der klappernden Gebeine Werte in den Himmel lobst, die eigentlich nicht mal welche sind, will ich dir nicht als Tausendste vorwerfen. Aber, dass du scheinbar dein Gewissen mit weggehungert hast, das möchte ich dir gerne sagen. Ich möchte dir deine toll mitdesignten Pantolettenpumps mit Glitzer und Paillettendekoration duusch-duusch-duusch um die Öhrchen hauen. Truly Fashion Schuhe nennst du sowas.

Quelle: toysrus.de


Wozu braucht ein dreijähriges Mädchen Absätze? Damit es sein Becken und sein Dekolleté besser in Szene rücken kann? Ein Schuh mit einem Absatz setzt ein sexuelles Signal. Und ein sexuelles Signal sollte bei einer legalen sexuellen Veranlagung nicht von einer dreijährigen ausgehen.
Nicht nur dass du hier pädophile Neigungen schürst und Kleinkinder zu Sexobjekten degradierst, du fügst ihnen mit solch einem Produkt auch einen medizinischen Schaden zu. Wenn es für eine Frau Mitte 30 nicht gesund ist, auf instabilen Absätzen durch die Weltgeschichte zu wackeln, dann kann es für Knochen, die sich im Wachstum befinden schon gar keine Option sein.
Garniert wird das ganze dann mit diesem abstoßenden Werbespruch. Natürlich saßt du nicht selbst am heimischen Küchentisch und hast dir diesen Slogan aus dem Ärmelchen geschüttelt. Doch seinen Namen unter etwas zu setzen, dass als Verkaufsargument den Neid der Freundinnen heraufbeschwört, ist moralisch unter aller Würde. Wie kann man denn einem Kind beibringen wollen, dass eine Todsünde etwas erstrebenswertes ist? Möchte man wirklich eine Gesellschaft, in der Kinder eine absolut Ich-bezogene Weltanschauung vermittelt wird? In der man den Neid der anderen auf sich ziehen möchte? Und das mit drei Jahren?

Heidi, ich schaue dich mit Verachtung für scheinbar soviel Gier und Dummheit an.
Wenn du deine eigenen Töchter wie erwachsene Frauen auf Männerfang anziehen lässt, mach das. Ich sage ja nicht, dass man als Mädchen in dem Alter sich nicht hübsch anziehen soll. Aber Kleidung, die Geschlechtsmerkmale betonen soll, hat an einem Kind schlicht und ergreifend nichts zu suchen. Und bei so kleinen, dreijährigen Mäusen anzufangen, ihr Selbstwertgefühl in die Tonne zu treten, weil sie dich, als Supermodel nicht erreichen können, dir aber durch die Truly Fashion Shoes ein Stück näher kommen sollen, das nenne ich verwerflich.

Diese Schuhe sind kein Spaß. Diese Schuhe diktieren schon den kleinsten ein überzogenes Schönheitsideal auf, mit dem sie noch ihr ganzes Leben lang konfrontiert werden.

Diese Schuhe unterstützen unser pädophiles Schönheitsideal.

Ohne freundliche Grüße.

Franziska  

Samstag, 5. April 2014

Was sagt der Lebensversager? - Hü-hüpf!

In Berlin wird ein Haufen von Lebensversagern herangezüchtet. In Berlin kann und darf man nicht alles. Es gibt dir die Möglichkeit zu vielem. Aber gib Berlin nicht am Ende die Schuld, wenn die Party vorbei ist und du mit deiner Postdepression vom Kokain zu Hause bist. Allein.
absolutfamilie.de
In Berlin gehört dir die Welt! Keine Droge kann dir etwas anhaben. Die anderen werden süchtig, du genießt ja nur dein Leben. Von Mittwoch bis Sonntag frühstückst du vor dem Schlafen und nicht nach dem Aufstehen. Du hüpfst von einem Open Air und Freundeskreis zum nächsten und willst keine Shoperöffnung mit Freibier verpassen. Mit deinem Ex-Wochenendpartner konntest du über allen möglichen Scheiß reden. Der Lover wird auch schon mal der Kumpeline empfohlen und die Weiber sind allzeit bereit. Du springst so häufig im Spagat durch die Betten, dass man dich für einen promiskuitiven Flip halten könnte. 
Du setzt dich mit deinem nackten Hintern in den zehn Jahre alten Ubahndreck, da dein kläglicher Versuch einer Jeansshorts deine Pobacken unten raushängen lässt. High Heels, die nicht aussehen wie zwei Zentner schwere Elefantenfüße, verabscheust du genauso wie ein gut geschnittenes Jackett. Du benutzt Berlin wie ein Wegwerftissue. Doch irgendwann ist auch diese Box leer.
abzonline.de
Man kann seine Himbeertörtchen nicht mit Koks bestäuben und denken, das eigene Gehirn bekomme es nicht mit.
„That's not Germany, that's Berlin!“ Aha. Also meinst du, Berlin sei ein rechtsfreier, surrealer Raum, der dich dazu bringt Dinge zu tun, die ein normaler Menschenverstand als hirnrissig erachtet? Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich. Und wenn dein Leben mit Mitte Dreißig nicht immer noch so inhaltslos und hipsterspießig sein soll, dann spring von diesem Zug ab. Tu uns und vor allem dir den Gefallen. Ansonsten bleibt ihr alle allein. Und trefft euch samstagnachts um euch traurig den Sinn eures verkorksten Lebens einzureden und die hallende Leere wegzutanzen. Und die, die mit dir sind, sind nicht deine Freunde. Es sind Leidensgenossen.

Sonntag, 9. Februar 2014

Einmal District Môt und zurück zum Geheimtipp-Vietnamesen um die Ecke. Eine Abhandlung darüber, wie schlecht ein Restaurant sein kann.

Franziska frönt ja dem Leben. Allerdings durfte ich diese Woche ein „Restaurant“ entdecken, das einem normal gut gelaunten Menschen die Stimmung verhageln würde. Für den typischen Berliner Miesepeter bietet es allerdings den wundervollen Nährboden neuer Meckereien. Hier meine Inspiration.

Das District Môt
Quelle: tinypic.com

Ein Restaurant in Berlin Mitte, das sich Saigon Street Food auf die Fahnen geschrieben hat. Gut, ich war nie in Saigon, aber eröffnet man eine Gastronomie in Deutschland, erwarte ich auch eine gewisse Anpassung an die örtlichen Gepflogenheiten.
Nennt mich spießig, aber ich finde nicht, dass Toilettenpapier eine vernünftige Alternative zu Servietten sein kann. Nicht in einem Restaurant und auch nicht um es seinen Gästen am heimischen Esstisch anzubieten.
Aber ein viel größeres Problem tut sich schon bei den Sitzgelegenheiten auf. Das sind nämlich keine Stühle, nein es sind 30 cm hohe, bunte Plastikhocker, die für 13-jährige Asiatenhintern ausgelegt sind (warum sind Stuhllehnen bloß so uncool in Berlin?). Bedeutet: mehr von mir schwebte links und rechts neben der Sitzfläche, als darauf saß. Der Geruch des Ladens erinnerte an die Hundefutterabteilung eines Zoofachgeschäftes, was unter anderem an den getrockneten Schweineohren liegen könnte, die man auf der "Speisekarte" findet. Zum Essen kann ich eines zusammenfassen: nicht eine Speise kam so an unseren Tisch, wie sie uns in der Karte versprochen wurde. Beim (verkochten) Maiskolben fehlten die Frühlingszwiebeln, die Chicken Wings (4 an der Zahl) waren zur Hälfte Hähnchenschenkel und keine Flügelchen und hatten einen stolzen Stückpreis von einem Euro. Außerdem musste ich erst einmal dem Berg von Koriander ein Grab schaufeln und das gegrillte Rindfleisch in Weinblättern entpuppte sich als Hackfleisch in fast verkohlten Blättern. Die Garnelen meiner Freundin waren noch völlig in ihrer Schale gefangen und die Befreiung gestaltete sich aufgrund von fehlendem Messer eher schwierig. Ein gemeinsames Abendessen war auch nicht möglich, da die Chicken Wings völlig sinnbefreit 15 Minuten vor den anderen Kleinigkeiten ankamen. Die Maiskolben wiederum kamen 10 Minuten nach dem Großteil unseres Essens.

So bezahlte ich 16€ für die Menge einer Vorspeise, bekam für die Aufzählung aller Mängel des Essens nicht einmal eine Entschuldigung, sondern nur einen genervten Blick und ging zu meinem Lieblingsvietnamesen. Um für 5,50€ ein Top-Curry mit einer großen Portion Gemüse und knusprigen Hähnchenfleisch zu bekommen. Die haben sogar Servietten!

Warum das District Môt von meiner Umgebung so einen Hype erfährt, ist mir ein völliges Rätsel. Schlechtes Essen, in Form einer Tütensuppe (die ähnlich sättigt wie dieser District Môt-Ausflug) und Toilettenpapier bekomme ich für 2 Euro in meinem Rewe nebenan. Mit dem entscheidenden Vorteil, dass auf meine Esszimmerstühle mein gesamter Hintern passt.

Also bitte, meidet diesen Laden. Unterstützt keine Gastronomen, die meinen, sie könnten mit dem geringst möglichen Aufwand, euch das Geld aus der Tasche ziehen und sich selbst eine goldene Nase verdienen, indem sie einfach dem Ganzen einen hippen Streetfood-Stempel aufdrücken.


Mittwoch, 29. Januar 2014

Anrüchige Scarlett, spielst du auch Angry Birds?

Amerika, Amerika. Ich weiß wirklich nicht, was ich an dir finden soll. Wenn ein Rapper wie Ice-T in Begeisterungsstürme bei TV Total ausbricht, weil er alle Worte verwenden darf, die er möchte, muss man doch den Glauben an das Land der unbegrenzten Möglichkeiten verlieren, oder? Die Gedanken (und Worte) sind frei. Das nennt man Meinungs- und Pressefreiheit, liebe USA. Und da die NSA selbst über Angry Birds sexuelle Vorlieben herausfiltert, labe ich mich jetzt einfach mal am narzisstischem Gedanken, dass eine milliardenschwere Behörde Interesse an mir hat. Einfach nur, weil ich die richtigen Stichworte in diesem Text verwendet habe. Simpel, irgendwie.
Und da die Vereinigten Staaten nicht nur dem Überwachungswahn verfallen sind, sondern auch der Prüderie, wurde der für Amerikaner an Pornografie grenzende Werbespot mit Scarlett Johansson für den Super Bowl aus dem Programm gestrichen. (Dass die Pornoindustrie in den USA zweistellige Milliardenbeträge verdient, lassen wir kurz außer Acht.) Schaut nur, wie sie unzensiert an einem Strohhalm nuckelt! 

Was sollte man an dem Video denn bitte noch zensieren können?


Allerdings vermute ich, dass es viel schlimmer ist, dass die von der Welt als Sexbombe verschriene Halb-Dänin den Hauptsponsoren des Super Bowls eine Absage erteilt. Denn was können die Staaten noch besser als Doppelmoral? Na? Richtig! Kapitalismus in Kooperation mit gesundheitsbedenklich hohen Mengen an Zucker oder Süßstoffen!

So, meine Abschlussfrage an die lieben Spione: Was sagt denn die Verwendung der Angry-Birds- Applikation über das Sexualverhalten aus? Das interessiert mich wirklich extrem. Bitte veröffentlicht doch mal eine Statistik über den Zusammenhang von Handy-Spielen und sexuellen Vorlieben. Damit könnte man so einige aufgeheizte Gemüter besänftigen.  

Dienstag, 21. Januar 2014

Liliana reißt sich "den Hintern auf". Das glaube ich ihr sogar.

Manchmal wünschte ich mir, ich hätte das selbe lockere Verhältnis zum Anstand wie Frau Liliana M. Denn, so wie es scheint, kommt man damit sehr, sehr weit und hoch hinaus. Da sie eigentlich nichts kann, was ihre Popularität rechtfertigen würde, liegt ein Verdacht doch sehr nahe: sie macht für die richtigen Männer die Beine so breit, dass nur ihre Silikonimplantate die Sicht in das leere Köpfchen versperren. Und dann heißt es: Liliana hat alles richtig gemacht. Tschüß Emanzipation. Prostituiert euch um zu Rang und Namen zu gelangen.
Sell your sex and get famous. Eine Devise, die einen doch gleich zum Rollkragenpulloverkauf animiert.

Natürlich wird sie aber als toughe Geschäftsfrau verkauft. 
Nichts essen, kann jeder. Sich auf jedes Foto zu quetschen, ist unangenehm dreist. Eine Vagina haben 50% der Weltbevölkerung. Gnadenlose Intelligenz vermittelt sie auch nicht in ihren Interviews. Ich frage mich sowieso, welcher Redakteur meint, es würde jemanden interessieren, was sie nicht zu sagen hat. Denn ich kenne, ganz ehrlich, nicht einen einzigen, der sich eine Harper's Bazaar kaufen würde, weil ihr Gesicht darauf prangt. Beziehungsweise nicht wegschalten würde, wenn sie sich wieder vor die Linse drängt.

Doch jetzt kreiert unser Multitalent auch noch Hüte! Ein Raunen zieht durch den Raum.. Wow.
Das sind keine Hüte! Das sind Mützen mit Zirkuspferdähnlichen Tüllverzierungen!

DAS ist ein Hut.
Man gibt der Frau ein Forum, ohne dass irgendjemand Interesse an ihr hat. Vielleicht nur die ganz Doofen, die den selben Weg wie Liliana einschlagen möchten. Aber Liliana hat im Gegensatz zu ihnen einen ganz entscheidenden Vorteil: den absoluten Willen. Zielstrebig verfolgt sie eine Karriere, die auf nichts außer nichts aufgebaut ist. Und sie schaut über den Tellerrand hinaus. Sie will die ganz große Berühmtheit. Sie hat den Mut und geht nach New York. Wollen wir uns nicht alle ein Stück von diesem Willen abschneiden? Dann bleibt nichts mehr für sie selbst übrig und sie belästigt uns nicht mehr.

Rollkragen sind übrigens total super. Vor allem im Winter. Und manchmal kombiniere ich noch Handschuhe dazu, wenn es kalt ist. Aber psst.. Geheimtipp. Genauso wie der Trend im Sommer Sommerkleider zu tragen. 



So. Und jetzt werde ich diesen Namen nie wieder erwähnen. Wenn sie etwas geleistet hat, darf sie sich gerne wieder melden.

Freitag, 17. Januar 2014

Das Beste im Leben haben diese Werberedakteure wohl noch nie erlebt

Seit einigen Wochen flimmert eine Reklame über die heimischen TV-Geräte, die mich gelinde gesagt fuchsteufelswild macht. Man sieht ein verliebtes Pärchen. Beide sind sie einigermaßen attraktiv. Sie schmiegt sich sanft an und umarmt ihn. Mit einem hoffnungsvollen Blick fragt sie ihn, an was er denke. Gut, klassische Frage. Diese Situation wurde bestimmt schon hunderte Male in Sketchen durch den Kakao gezogen. Genauso althergebracht ist auch die Antwort ihres „Liebsten“: „An das wertvollste, was ich habe“. Sie strahlt und lässt sich zurück ins Bett fallen. Bis dahin ja alles in Ordnung. Doch dann haben sich zwei findige Werberedakteure gedacht: „Wär' doch voll lustig, wenn wir dann einen Schwenk auf ein Cabrio machen! Soll die Alte mal ruhig denken, sie sei für ihn am wichtigsten. Wissen wir doch alle, dass das nicht stimmt!“
Das ist nicht lustig. Es ist diskriminierend. Ich bin keine Oberfeministin. Ich erleide keinen Herzschlag, wenn ein Dozent sein Wort an „Liebe Studenten,...“ richtet und den männlichen Plural als allgemeingültig auslegt. Aber ich bin dagegen, dass mit Gefühlen gespielt wird. Und vor allem, wenn man sich dann auch noch über die Frau lustig macht. Klar, sind das Schauspieler. Aber diese öffentliche Erniedrigung der Figur einer verliebten Frau ist mehr als widerwärtig. Es ist absolut gemein.
Zum Schluss wird dann noch eine, wohl nach sprühendem Testosteron klingen sollende E-Gitarre eingespielt. Das soll wohl Zielgruppenwerbung sein. Doch jeden Mann, den diese Werbung wirklich amüsiert, möchte ich auf den Fuß treten und sagen, dass er ein idiotischer Macho-Vollpfosten ist.
Alle haben sich über diese relativ stillose Werbung voller Silikonkissen, welche an unterernährten Körpern angeklebt waren, aufgeregt. Das war ja purer Feminismus im Gegensatz zu diesem Werbespot. 

Sonntag, 29. Dezember 2013

Das was ist, ist auch schon gut. Oder sollte gut sein.

Bald klopft das neue Jahr an unsere Tür und bittet um Einlass. Natürlich gewähren wir ihm den und laden es ein, sich seine Hände an einer Tasse Tee zu wärmen. Doch unsere Einladung ist an große Erwartungen geknüpft. 
Doch ich glaube nicht, dass es klug und gesund ist, immer zu hoffen, dass das, was kommt, besser ist, als das was ist. Denn das was jetzt ist, war auch einmal etwas, das kommen sollte. Auf DEN Sommer zu warten oder DAS neue Jahr, das alles verändert. Das kann uns doch nur enttäuschen. Weil die Chance, dass sich alles von einem Tag auf den anderen verändert, ohne dass wir etwas verändern, uns wirklich auf etwas neues einlassen, zu klein ist. Doch wir warten stets auf diesen einen Moment, in dem sich alles schlechte wie eine Seifenblase auflösen soll. Wir wollen den Neubeginn, der alles vorherige auflöst, uns glücklicher, zufriedener macht und uns voll und ganz erfüllt. Wir hängen all unsere Hoffnung an einen Moment, einen Menschen, den wir treffen und lieben wollen. Oder an die Chance, die uns doch immer noch nicht zuteil geworden ist. Wir wollen, dass sich das Glück uns in der Zukunft einfach vollends zuwendet.
Doch diesen Moment gibt es nicht. Da man seine Zufriedenheit nicht an eine einzige Begebenheit hängen kann. Wer oder was soll das denn erfüllen können?
Nein. Aber es gibt den Augenblick, in dem wir jemanden treffen, der uns Herz und Horizont erweitert. Der vieles aber nicht alles leichter macht.
Oder wir auf einmal erkennen, was wir machen müssen, um uns zu erfüllen.
Nur rational dürfen wir nicht sein. Denn die Rationalität war doch der Grund, warum uns unser Jetzt so schlecht gefallen hat. Denn in all unserer Rationalität lassen wir all die wunderschönen Momente vorbeiziehen, die uns dichter an unser Glück führen. Wir müssen wissen, dass das Glück viel näher ist, als wir vermuten mögen.


Habt ein schönes Silvester, lasst euch nicht von den Böllern in die Flucht schlagen und passt auf euch auf!

Freitag, 13. Dezember 2013

Katy hat ein Bauchtäschchen. Und einen Stylisten mit gespaltener Modepersönlichkeit.

Katy Perry bei The Voice of Germany. Ja, ein erfolgreicher Amerikaner tritt auf einer Deutschen Bühne auf. Nur so eine Anmerkung: Nur weil etwas aus den USA importiert wird, ist es nicht gleich besser, als etwas aus heimischen Gefilden. Viele unserer Künstler haben nämlich schon mal das Wort Authentizität gehört. Ohne alles krampfhaft daran zu setzen authentisch zu sein. (Das machen unsere lieben Sternchen aus Übersee nämlich immer, in dem sie komplett überstylt in einem Interview davon berichten, sie trügen auf ihrem Sofa nur Jogginghosen.) Wenn man einen outfittechnischen Imagewechsel innerhalb von zwei Stunden vollzieht, ist so weit entfernt von Ehrlichkeit wie das Chinesische vom Finnischen. Sie eröffnet die Show als sternschnuppiges Porzellanpüppchen mit schneeweißem Blütenbouquet auf der Stirn. Gefällt mir. Um dann als eine Grufti/Grunge Version der Clueless Mädels mit schlecht explodiertem Haupthaar zu enden. Mit diesem Desaster von Klamotte könnte (sollte) sie auf einem tschechischen Straßenstrich arbeiten. Also das Bauchtäschchen sieht schon stark nach Transportaccessoire für Kondome, Pfefferminz und 5er Scheine zum Wechseln aus. Der Tanz: eine etwas unsouveräne aber jugendfreie Nachahmung von Christinas „Dirrty“ - Choreographie. Das Lied: Hintergrundgebimmel wie aus einem Takt aus einem HipHop Song und auf „replay“ geschaltet. Ansonsten nicht sehr nennenswert. Aber: Ein guter Popsong. Er stört nicht. Ist in Ordnung. Hab schon schlimmeres gehört.


Was von beiden eine Perücke ist, weiß ich nicht. 


Erinnert auch ein wenig an die "böse" Version von Robin Sparkles...




Etwas klassisches, um die Augen wieder ein wenig zu entspannen.
Ich brauche Trenchcoat Wetter. Ohne Schnee bringt Winter so wenig Spaß. 
Trotzdem. Auch meinem mystischen Nebel kann ich einiges abgewinnen.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Küsst euch! Küssen ist gut!

Was haben meine Äuglein denn da erblicken dürfen? 

Quelle: www.bunte.de


Die Januarausgabe der GQ hat eine wunderbare Aktion gestartet, die man einfach teilen muss.
Wenn Frau Frau in der Öffentlichkeit knutscht, hat das meisten nur was mit der Befriedigung von platten Männerfantasien zu tun. Und natürlich mit der Aufmerksamkeit für ß-Promidamen oder dem angekurbelten Verkauf irgendwelcher Erwachsenenfilmchen. 

Nun waren aber die Männer an der Reihe. Und zwar für einen gehaltvollen Zweck: nämlich dem Wladimir mal zu zeigen, dass Homosexualität (pass jetzt gut auf, Putilein) gar nichts schlimmes ist!!! Ich weiß, entsetzte Gesichter pflastern jetzt den Weg durch russische Wohnzimmer.

Lese ich die GQ ansonsten nur beim Zahnarzt als Amüsierlektüre, haben sie sich jetzt meinen Respekt verdient. „Gentlemen gegen Homophobie“. Ich finde es einen wichtigen Schritt zur Enttabuisierung von Homosexualität unter Männern. Auch wenn Deutschland sehr tolerant scheint, gibt es immer noch viele Konsorten, für die Schwulsein etwas ist, womit sie bitte nicht in Berührung kommen wollen. Ich spreche nicht davon, dass man sich im Darkroom der nächsten Schwulenbar heimisch fühlen soll. Auch ich finde zum Beispiel die exzessive und sehr unverbindliche Art sich Geschlechtspartner auf einschlägigen Webseiten und Apps zu suchen befremdlich. Meins ist es nicht. Aber soll doch jeder machen, was er möchte. 

Trotzdem kenne ich doch einige Herren, die mit Schnappatmung am Boden ihrer Fankurve liegen würden, erführen sie, dass ihr Lieblingsspieler ihres Vereins schwul ist. Homosexualität verschlechtert ja nicht das Vermögen den Ball ins Tor zu bugsieren. Da bin ich mir ganz ganz sicher, auch wenn es dazu noch keine Studien gibt (jeder der eine Doktorarbeit darüber schreiben will: ich möchte zitiert werden ;) )

Um das ganze wieder auf ein niedrigeres Niveau zu bringen: Der Kuss von Revolverheld macht sogar auf der Attraktivitätsskala einiges her.

An das hier lesende Männer: Schnappt euch euren besten Freund und gebt ihm einen Kuss! Liebe ist nicht nur für Paare da.
Ihr liebt euren Kumpel doch auch, oder nicht?

Wir machen es vor:
 

Montag, 9. Dezember 2013

Enttäuschung kennt einen Namen: Nagellack

Es gibt zwei Dinge, die mich regelmäßig in den Wahnsinn treiben: Nagellack und Feinstrümpfe.
Bei beiden beträgt die Halbwertszeit gefühlte 2 Minuten.
Hier erst einmal mein Drama zum Thema: Nagellack: Enttäuschung in Flaschen.
Ich meine, mit Nagellack kann man doch nur alles falsch machen. Gut, bei hellrosa fällt das nicht so auf. Aber ich liebe meine roten Nägel. Die perfekt hinzubekommen, ist allerdings eine Kunst.
Ich möchte nicht von Ungeduld sprechen, wenn ich mich nach 1 Stunde Trocknungsstarre bewegen möchte. Allerdings muss ich dann auch diese wenig schmucken Dellen im Lack hinnehmen. Habe ich durchgehalten, kann ich mich aber auch nicht sehr lang an meinen hübschen Nägelchen erfreuen. Trotz Prozedur von Unter- und Überlack sowie zweifachem Farbauftrag dauert es maximal einen halben Tag und ich muss meine abgesplitterten Spitzen retten. Im Endeffekt lackiere ich genauso lang, wie ich vorzeigbare rote Nägel habe. Und ich habe schon fast alle Lacke ausprobiert, die einen vernünftigen Rotton führen. Aber es ist wirklich einerlei ob von Ciaté, Essie, Anny oder irgendeinem Drogerielack. Zufrieden bin ich mit keinem. Gut, der 2,50€ Lack von Kiko treibt mich nicht in Depressionen. Eine Lösung ist das allerdings auch nicht.


Seht euch diese Verlierer an. Ja, ich meine euch, Nagellacke. Schämt euch. Hopp.



Nur eine kleine Auswahl an Übeltätern. Der Rest hat meist schon seinen Weg in den Mülleimer gefunden.


Gibt es vielleicht Autolack in kleinen Fläschchen? Falls jemand einen heißen Tipp hat: Ich bin ein dankbarer Abnehmer!

Liebste weihnachtliche Gedanken an  euch!
Franziska

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Brief an den Adel

Lieber Adel,
(nein, das wird keine Kritik zum Thema Aristokratie)
ich zolle dir meinen Respekt für deine Chartplatzierungen. Wie schaffst du es nur, den Hörern so den Verstand zu vernebeln, dass sie den Sinn hinter deinen Texten nicht hinterfragen?
Deine Liedtexte hingen schon zu Zeiten als Duo wie nasse Waschlappen schlaff an einer Leine: triefend vor leeren Worthülsen, selbstmitleidig und von revolutionärem Gedankengut war auch nichts in Sicht.
Einfach so viele hübsche Phrasen aneinander zu reihen, damit niemandem auffällt, dass die ganze Chose gar keinen Sinn ergibt, ist schon eine Leistung. Aber keine für die ich dir meine Bewunderung ausspreche. Ja, du warst ein wenig wie ein depressiver und vom Weltschmerz zerfressender Xavier Naidoo.
Jetzt frage ich mich nur: wie konntest du auch noch einen drauf setzen, und schlicht Liedtitel ins Deutsche übersetzen und das ganze mit einer Prise Größenwahn garnieren (du warst dein eigener Jesus?)?? Dazu diese mehr als ungalante Melodie (werd' ich werd' ich berühmt sein). Und Hasi: du willst ein Feuerstarter sein? Mei o mei.. Du schnulzt dich mittlerweile seit Jahren durch die Musiklandschaft. Du bist kein Feuerstarter.
Bitte mach das nie wieder.
Deine Franziska

Montag, 2. Dezember 2013

Paarungswillige Männer in Pinguinstramplern

Franziska war heut zum zweiten Mal (ja am 2. Dezember :) ) am/im Primark in Steglitz. Im Primark wäre gelogen, da ich nur die ersten 5 Meter schaffte. Am Primark allerdings auch, aus eben genanntem Grund. 
Und die Ursache für meine überstürzte Flucht aus diesem Geschäft? Gefühlte 2 Millionen Touristen und ebensoviele Teenies. Obwohl es da natürlich eine gemeinsame Schnittmenge gibt. Hinzu kam der leicht Atemwege verätzende Geruch der angebotenen Waren. Und ein visuelles Desaster in Form eines Strampelanzugs in Pinguin-Optik für Männer. Gibt es irgendein männliches Wesen auf dieser Welt, dass sich diesen Pyjama kauft und noch ernsthaft in Betracht zieht jemals wieder eine Frau zu finden, die mit ihm schläft?
Wenn du dich angesprochen fühlst: Freundchen. Keine Frau der Welt wird dich in diesem Ding an ihre Wäsche lassen. Außer sie ist pervers veranlagt und tendiert zur Zoophilie. Wenn du das bezwecken wolltest, fein. Jedem Tierchen sein Pläsierchen.





Ich bin absolut dafür, dass Mode Spaß machen soll. Aber sich zum Gespött seiner Umgebung zu machen, geht dann doch zu weit. Meiner Meinung nach.

Dienstag, 26. November 2013

"Ich bin sooo männlich", sprach der Langhaarbayer.

Bestimmt hat es der ein oder andere von euch gesehen. Beziehungsweise haben einige versucht wegzuschauen, aber der Schock und Ekel ließen einen erstarren. 
Kabel 1, Sonntagabend: Unsympathisch inszeniert sich ein Langhaarbayer als den Inbegriff von Testosteronüberschuss. Diesen Mann scheint die blanke Panik zu treiben, er könnte nicht genug Mann sein. 
Anders kann ich mir nicht erklären, warum ein fränkischer Autolackierer in den 40ern jahrelang durch Afrikas Wildnis robbt. Alles an seiner Art zu berichten ist so grausam auf „Schau mal, wie mutig ich bin!“ getrimmt, dass die Verzweiflung in einem hochkriecht. Scheinbar von fehlendem Selbstwertgefühl gezwungen kaut Herr Gress auf armen kleinen Fröschen rum. Wenn Stämme aufgrund von Hungersnöten auf diese Lösung zurückgreifen, bin ich völlig d'accord. Aber nur um es sich selbst und leider auch den Fernsehzuschauern zu beweisen?
Schlimmer kommt es nur, als er uns von seinem Toilettenpapierdebakel erzählt. Ist das eine fehlende Schamgrenze oder zu große Aufmerksamkeitsgeilheit?
Es ist ja absolut in Ordnung, fremde Kulturen kennen lernen zu wollen. Aber er hätte das ganze mit ein wenig mehr Nonchalance machen können. 
 

Samstag, 23. November 2013

"Küssen beim ersten Date? Niemals. Aber der gesamten Welt tagtäglich meine Genitalien unter die Nase reiben? Kein Problem!" ?

Leggins mögen ja praktisch sein. Sie mögen wärmen und günstiger sein als eine echte Hose. Aber liebe Frauen und vor allem liebe Mädchen: die Dinger machen Stummelbeine, sehen aus wie Skiunterwäsche und (ganz wichtig): Man sieht eure Genitalien!!! Habt ihr denn noch nie in den Spiegel geschaut? Wie viele Schamlippen musste ich in den letzten Jahren aufgrund dieses überflüssigen Trends sehen.. Mehr als ich jemals wollte. Gut, manche Männer mag es freuen. Doch ich finde es fraglich, wenn 14-jährige Mädchen die Blicke auf ihren Intimbereich ziehen.
(Und Galaxie-oder Sonnenuntergangs-Hawai-Prints sind nicht hip oder witzig, sondern machen dicke Stampis. Und wer will schon eine Palme auf der Kniescheibe?)

Ja, das ist ein Kleidungsstück und kein Mitten-im-Leben-Wohnzimmer-Wandbehang.
Hing bei Urban Outfitters. Und ist, glaub ich, ernst gemeint.


























Hier weitere Inspirationen, die schwupps ein paar Kilo mehr auf die Hüften, Oberschenkel und Popöchen zaubern!

Freizeitoutfit Schöne Leggins

Mittwoch, 20. November 2013

Das Grauen der Kindheit kehrt zurück

Es begab sich zu einer Zeit, da nahte die Jahrtausendwende. Scharen von Grundschülern diskutieren hitzig mit ihren Eltern. Der Streitpunkt: Der Turnbeutel. Millionen von Kindern wollen nicht weiter von der Gesellschaft für dieses hässliche und unbequeme Ungetüm von Transportsäckchen geächtet werden. Denn wenn schon ein Paar Kinderturnschuhe der Größe 35 dieses Ding der Scheußlichkeit fast zum zerbersten bringen, kann man schwerlich von einem Raumwunder sprechen.
Also kämpfte meine Generation standhaft und voller Hass gegen diese zwei Lappen Stoff zwischen zwei Schnüren.
Was liegt dann wohl näher, als ein einige Jahre später den Turnbeutel neu aufzulegen und ihn als das Must-Have zu verkaufen? Ich musste den Anblick zwar schon öfter an dem ein oder anderen Hipster ertragen, aber das ganze hielt sich in Grenzen. Nun muss ich doch tatsächlich darum bangen, dass mir der Stoff aus den Albträumen damaliger Drittklässler öfter als alle vier Tage über den Weg läuft. Und dass, wenn ich ganz großes Riesenpech habe, diese Farce einen vergleichbaren Hype wie diese Leggins auslöst. Nicht unbedingt förderlich ist es, dass Taff schon fleißig Werbung für die Dinger namens „Treksac“ macht. Gut, man kann Taff natürlich in geschmacklichen Fragen nicht vertrauen, aber dass die Redaktion so betäubt von schlechtem Stil zu sein scheint, wollte ich bis jetzt nicht wahrhaben. Und nicht nur die Form ist originalgetreu ätzend, sondern das ganze wird noch von dämlichen „Jippie, wir sind so cool und unser Lebensinhalt ist Feiern gehen und flach über Tiefgründiges zu schwafeln“ - Aufdrucken getoppt. Diese „ich bin zu cool für diese Welt“ - Attitüde wird dann auch noch dadurch unterstrichen, dass man den Namen an so etwas unschönes wie die Beleidigung 'Dreckssack' anlehnt.
Verdammt.

Donnerstag, 14. November 2013

Nichts für zart besaitete Gemüter - Die „Revolution" der Volksmusik

Ja, es passiert mir schon häufiger, dass ein Lied oder ein Video (oder beides in Kombination) mich so in Schockstarre versetzt, dass es mir unmöglich wird das kleine rote Kreuz oben rechts in der Ecke zu drücken. Aber was um Himmels Willen ist denn das bitte? Die Werbung teilte mir mit, dass diese Herren die Volksmusik revolutionieren wollen (wollten das nicht schon so viele?) . Ehrlich gesagt revolutionieren sie nur die Schmerzgrenze, mit welcher man an diese Musikrichtung eh schon gehen muss. Nur ganz hartgesottene halten diese fast dreiminütige Folter aus.
Die anderen Hupfdohlen haben jedenfalls dahingehend noch ihre Daseinsberechtigung, indem sie einsamen oder betrunkenen Mittvierzigern eine heile Welt vorgaukeln. DAS macht irgendwie noch Sinn, wenn es manchen Menschen Freude macht (auch wenn die Freude nur auf ironischen Gelächter beruhte). Aber diese Aneinanderreihung von überstylten, in einem blöden See stehenden und dilettantisch Schuhplattler tanzenden Grinsebacken... macht mich sprachlos und betroffen.
Und: NEIN! Ihr wirkt weder humorvoll erotisch verlockend, noch seid ihr die coolen, aber traditionsbewussten Lederhosenburschen. Ihr erinnert mit eurer Mischung aus übertriebener Mimik und wildem Herumgefuchtel eurer Extremitäten vor einer Pappwand an eine beängstigende Akkordeonversion von „Caught in the act“.

Montag, 11. November 2013

Brief an einen linken Schmutzfinken.

Lieber linker Linksradikaler, 
ich verachte dich für diese unglaublich sinnlose Aktion, meine wunderschöne Eingangstür mit dem Wort "Antifa!" zu beschmutzen. Du bist Ballast für die Gesellschaft und meinen Hausmeister. 
Ich würde dich gerne dazu verdonnern den Dreck mit deiner eigenen Zahnbürste zu säubern, die du daraufhin natürlich auch noch unter Aufsicht benutzen musst. Da du aber wahrscheinlich nicht einmal eine Zahnbürste besitzt, bleibt mir, dich zu bitten, dich in ein Loch zu verkriechen und erst dann wieder auf Menschen zuzugehen, wenn du vernünftige Wege und Mittel gefunden hast deine Meinung zu vertreten. 
Denn du bist einfach gerade zu faul, Zeit in Dinge zu investieren, die wirklich etwas verändern.
Du willst nur die anderen nerven. 
Hast du geschafft. Du Idiot.

Deine Franziska